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Feuerwehr und RettungskräfteRettungseinsätze werden zunehmend zentral durch Regionalleitstellen koordiniert, hierbei spielt die Übermittlung einer genauen Bestandsaufnahme an die Zentrale eine enorme Bedeutung bei der zuverlässigen Mittelbereitstellung. Durch die Komplexität betroffener Infrastrukturen im Schadensfall sind in der Regel auch am Einsatzort weitere Informationen zur Beschaffenheit von Gebäuden und Anlagen erforderlich. Das Einsatzspektrum reicht von der Vernetzung von Stabsführungssystemen, der Anbindung von Gebäudefunksystemen über die Übertragung von Video- und Wärmebildinformationen, bis hin zur Zusammenführung von Mess- und Sensordaten sowie der Vernetzung von Behandlungsplätzen auf Großveranstaltungen oder ganzer Werksgelände.

 Videoaufnahmen vom Schadensort - erfasst durch Video-Drohne, Fahrzeugkamera, Helmkamera oder sonstige tragbare Systeme, kombiniert mit detaillierten Lage- und Sensordaten ermöglichen jederzeit ein präzises Bild der aktuellen Situation, und erhöhen somit die Effizienz eines Einsatzes. Daten werden in Echtzeit zwischen Rettungskräften, Einsatzfahrzeugen und Sensoren vor Ort ausgetauscht und schließlich gebündelt zur Einsatzleitstelle übermittelt. Ein Einsatzleiter muss sich dadurch nicht unbedingt vor Ort ein Bild der Situation verschaffen, sondern er wird in der Leitstelle mit Informationen versorgt und kann sich dort um die Koordination des Einsatzes auch in Absprache mit anderen Einsatzkräften kümmern. Im Gegenzug werden Informationen aus Datenbanken, wie Gebäudepläne oder Maßnahmen beim Brand chemischer Stoffe am Einsatzort zur Verfügung gestellt.


Diese Fähigkeiten sind nicht nur bei Berufsfeuerwehren größerer Städte und Freiwilligen Feuerwehren wichtig, sondern auch bei Werksfeuerwehren und Flughafenfeuerwehren. Das flexible Kommunikationssystem HiMoNN ermöglicht eine breitbandige und sichere Verbindung des Einsatzortes auf dem Werksgelände bzw. dem Flughafen mit der jeweiligen Feuerwache.

Mit HiMoNN steht eine flexible Kommunikationslösung zur Verfügung, mit der sich automatisch ohne weitere Infrastruktur ein mobiles, breitbandiges und sicheres Kommunikationsnetz am Einsatzort zwischen den Einsatzfahrzeugen aufbaut. Hierüber können unterschiedliche Endgeräte sowie Sensoren miteinander kommunizieren. Zusätzlich beinhaltet HiMoNN eine GPS-Funktionalität, mit der sich die aktuelle Position der HiMoNN-Geräte in einer Positionsdarstellung visualisieren lässt. Übergänge in andere Netzwerke bis hin zur Leitstelle werden durch Mobilfunk, Satellitenverbindungen, Richtfunk oder terrestrische Netzwerke realisiert. Dies ermöglicht beispielsweise vom Einsatzort einen direkten Zugriff auf Datenbanken in der Einsatzzentrale.

HiMoNN basiert auf der Ad-hoc-Networking-Technologie und benötigt somit keine feste Netzinfrastruktur. Die Relaisfähigkeit der einzelnen Kommunikationsknoten erhöht die Reichweite von Informationen zwischen Sender und Empfänger und ermöglicht die Vernetzung eines Einsatzortes von mehreren Quadratkilometern. Somit lässt sich auch eine Netzverlängerung in Einsatzräume ohne Abdeckung durch eine bestehende Kommunikationsinfrastruktur erreichen. Dies kann zum Beispiel bei Einsätzen in Tunneln hilfreich sein, wenn durch einen Brand die bestehende Infrastruktur zerstört wurde. Eine Netzverlängerung ist oftmals auch zur Versorgung in Gebäuden erforderlich, welche durch Stahl und Beton Funknetze von außen abschirmen.


HiMoNN optimiert sich automatisch hinsichtlich der jeweiligen Funkbedingungen sowie einer sich dynamisch ändernden Position der Einsatzkräfte. Es ist einfach zu bedienen, bietet die Möglichkeit, den Einsatzort schnell und breitbandig zu vernetzen und stellt somit eine sinnvolle Ergänzung zum schmalbandigen Analog- und Digitalfunk dar.

Ein Großteil der während eines Einsatzes ausgetauschten Informationen ist naturgemäß als sensitiv einzustufen. Die korrekte, unverfälschte Übertragung sowie der Schutz vor dem Zugriff nicht autorisierter Dritter ist somit eine wesentliche Voraussetzung. Durch den Einsatz starker, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfohlener Sicherheitstechnologien ist die Vertraulichkeit und Integrität der über HiMoNN ausgetauschten Informationen stets gewährleistet. Die automatische und benutzerfreundliche Konfiguration von HiMoNN sowie die robuste Auslegung sämtlicher Komponenten sind die Grundlage für die Zuverlässigkeit des Systems.

HiMoNN-Systeme verwenden standardisierte Technologien und Schnittstellen. Dies ermöglicht die einfache Verwendung zahlreicher bestehender Endgeräte und Anwendungen und stellt die Anpassung an zukünftige Entwicklungen sicher.  Nutzungsentgelte und Kosten, wie sie bei der Verwendung von Mobilfunk oder der Anmietung von Datenleitungen entstehen, fallen für den Betrieb von HiMoNN nicht an.